Leitung des Studiengangs: Prof. Volker Schaible
Restaurierungswerkstätten: Dipl.-Rest Peter Vogel
Die Restauratorenausbildung auf Hochschulebene entwickelte sich aus dem bereits 1948 gegründeten „Institut für Technologie der Malerei“, welches unter Prof. Kurt Wehlte einerseits Vorlesungsreihen und praktische Übungen im Bereich Maltechnik für die Studiengänge Freie Kunst, andererseits aber in der Wiederaufbauphase nach dem 2. Weltkrieg auch erste Weiterbildungskurse zur Erhaltung und Restaurierung von Kunst- und Kulturgut anbot. Daraus entwickelte sich an der Staatlichen Akademie
der Bildenden Künste Stuttgart unter Prof. Rolf E. Straub eine Vollzeitausbildung für Restauratoren und 1977 der bundesweit erste Diplom-Studiengang „Restaurierung und Technologie von Gemälden und gefassten Skulpturen“ auf Hochschulebene. 1988 wurde das Studienangebot durch die Neugründung
des Studiengangs „Konservierung und Restaurierung von archäologischen, ethnologischen und kunsthandwerklichen Objekten“ erweitert und 1991 mit der Einrichtung des Studiengangs „Konservierung und Restaurierung von Graphik, Archiv- und Bibliotheksgut“ vorläufig abgerundet.
In enger Kooperation mit dem Landesdenkmalamt Baden-Württemberg konnte 2003 ein vierter Studiengang „Konservierung und Restaurierung von Wandmalerei und polychromiertem Stein“ realisiert werden. Schließlich erteilte
das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg im Sommer 2004 die Genehmigung für die Einrichtung eines Aufbaustudiums „Konservierung Neue Medien /Digitale Information“. Der Studienbeginn für dieses Aufbaustudium ist für das Wintersemester 2005/06 geplant.
Studienziele
Das Studium soll einerseits die berufsspezifischen Fertigkeiten, die der Restaurator benötigt, entwickeln und das künstlerische bzw. kulturelle Einfühlungsvermögen vertiefen. Andererseits bezweckt das Studium, durch die Vermittlung naturwissenschaftlich-technischer und kunstwissenschaftlicher Kenntnisse, die Studierenden zu befähigen, Konzepte für restauratorische Eingriffe bzw. für die Bestandserhaltung auf der Basis wissenschaftlicher Grundlagen zu erarbeiten sowie Konservierungs- und Restaurierungsmaßnahmen in hoher Qualität und in eigener Verantwortung durchzuführen. Dazu gehören auch Methoden der Schadenserfassung sowie der Dokumentation von Untersuchungen und durchgeführten konservatorischen und restauratorischen Maßnahmen. Diese Ansätze schließen selbstständige wissenschaftliche Forschung
zur Weiterentwicklung des jeweiligen Fachgebiets sowie Veröffentlichungen der erzielten Forschungsergebnisse mit ein.
Notwendige naturwissenschaftliche Untersuchungen werden in Zusammenarbeit mit dem archäometrischen Labor durchgeführt.
Einblicke in benachbarte Disziplinen der Denkmalpflege und Erhaltung, die auch auf die in der beruflichen Praxis oft erforderliche interdisziplinäre Zusammenarbeit vorbereiten sollen, werden
durch gesonderte Veranstaltungen vermittelt. Nach Abschluss des Studiums arbeiten die AbsolventInnen freiberuflich oder als Angestellte in Museen bzw. in der Denkmalpflege.
Studienorganisation
Die Studienpläne für die angebotenen Disziplinen sind so bemessen, dass die Diplomprüfung nach
einer Regelstudienzeit von 10 Semestern abgelegt werden kann. Im ersten Abschnitt des Studiums (Grundstudium) werden in 6 Semestern die grundlegenden praktischen und theoretischen Kenntnisse
für die Restaurierung und Konservierung von Kunst- und Kulturgut des jeweiligen Fachbereichs vermittelt. Das weitgehend modular aufgebaute Hauptstudium dient der Anwendung, Vertiefung und Erweiterung der im Grundstudium erworbenen Kenntnisse. Gleichzeitig können Schwerpunkte nach eigener Wahl bestimmt werden. Das Studium wird im 10. Semester mit einer Diplomarbeit abgeschlossen, in der restauratorische, kunsttechnologische, verfahrenstechnische oder naturwissenschaftliche Fragestellungen selbstständig zu bearbeiten und zu lösen sind.
Für weitere Informationen stehen Ihnen folgende Dokumente als PDF-Datei zur Verfügung:
- Prüfungsordnung (PDF, 30 kb)
-
Studienordnung (PDF, 86 kb)
- Definition des Studienangebots/diploma supplement (PDF, 240 kb)
Sämtliche Dokumente sind im Sekretariat der Studiengänge einsehbar.
Zulassungsbedingungen und Eignungsprüfung
Das Zulassungsverfahren für das Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart findet einmal im Jahr für das jeweilige Wintersemester statt. Anträge auf Zulassung zur Eignungsprüfung sind jeweils bis zur Ausschlussfrist (siehe: www.abk-stuttgart.de > Bewerbung > Bewerbungstermine) auf dem Bewerbungsvordruck an das Studentensekretariat der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, Am Weißenhof 1, 70191 Stuttgart zu richten.
Dem Antrag sollen folgende Unterlagen beigefügt werden:
Nachweis der allgemeinen Hochschulreife, die an einer staatlich anerkannten Bildungsanstalt in der Bundesrepublik Deutschland erworben wurde. Im Fall der Vorlage ausländischer Reifezeugnisse muss deren Gleichwertigkeit durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst von Baden-Württemberg festgestellt werden.
Eine Auswahl von ausführlichen Dokumentationen der im Praktikum durchgeführten Untersuchungs-, Konservierungs- und Restaurierungsmaßnahmen an Kunst- und Kulturgut. Die positive Bewertung dieser Dokumentationen durch den Prüfungsausschuss ist Grundlage für die Zulassung zur Eignungsprüfung.
Mit dem Bestehen der Eignungsprüfung ist für die Zulassung zum Studium spätestens bis zum Beginn
des Wintersemesters (Ausschlussfrist 1. Oktober) der Nachweis eines mindestens 12-monatigen fachspezifischen Restaurierungspraktikums in einer öffentlichen oder privaten Werkstätte durch Praktikumszeugnisse zu erbringen.
Für weitere Informationen stehen Ihnen folgende Dokumente als PDF-Datei zur Verfügung:
- Praktikumsverordnung Kunstakademie Stuttgart (PDF, 22 kb)
Die Praktikumsverordnung sowie auch die Zulassungs- und Immatrikulationssatzung sind im
Sekretariat der Studiengänge einsehbar.
Information und Studienberatung
Studiengang
Konservierung und Restaurierung von Gemälden und gefassten Skulpturen
Werkstätten:
Am Weißenhof 1, Altbau Zi. 208-210
Studienberatung und Sprechstunden:
Mittwochs von 14.00 bis 16.00 Uhr
Außenstelle Birkenwaldstrasse 200
Voranmeldung:
Tel.: +49 (0)711/284 40-260 (vormittags)
Fax.: +49 (0)711/284 40-269
e-mail: rest.gemaelde@abk-stuttgart.de
http://www.gem-kons.abk-stuttgart.de
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